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Winter 2011

20.12.2011 Weihnachten 2011

Gibt es ein Christkind?

Die achtjährige Virginia aus New York schrieb vor langer Zeit an die "SUN" einen Brief:

"Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt kein Christkind.
Papa sagt, was in der SUN steht, ist immer wahr.
Bitte sagen Sie mir - gibt es ein Christkind?“

Virginia O' Hanlon

Und das ist die Antwort, die sie von der Zeitung bekam:

Liebe Virginia,
Deine kleinen Freunde haben nicht Recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen gehört oder einem Kind. Im Weltall verliert es sich wie ein Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu begreifen. Ja, Virginia, es gibt ein Christkind. Es gibt es so gewiss wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es kein Christkind gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie - gar nichts, was das Leben erst erträglich macht. Ein Flackergeist an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt ein Christkind. Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss könntest Du Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, das Christkind zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme das Christkind zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht es einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken - geschweige denn, sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, den nicht einmal alle Gewalt auf der Erde zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann wird die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. "Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und beständiger. Das Christkind lebt, und ewig wird es leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird es da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.


Frohe Weihnacht, Virginia."

Liebe Kunden, Freunde und Interessierte.

Dieser Text hat mich sehr berührt. Und ich fühle mich ertappt. Warum? 2011 war ein sehr sehr aufregendes Jahr. Quid agis hat renoviert, gebaut und geschaffen. In diesen Zeiten war ich nicht immer mit Geduld gesegnet, war oft zu laut, viel zu schnell zornig, zu sensibel und manchmal auch zu schwach. Ja… in diesem Jahr habe ich viel geschafft und auch einige Fehler gemacht. Nun wird es ruhiger um mich und die Firma. Zeit zum Innehalten. Zeit auch um den Kopf unter die Arme zu nehmen und zu sagen:

Ich danke Euch/Ihnen, dafür, dass…
…ihr Verständnis für mich hattet.
…ihr geduldig mit mir ward.
…ihr mich in den Arm genommen habt, wenn ich erschöpft war.
…ihr mir Mut gemacht habt.

Nun stehen wir glücklich, angekommen und ein klein wenig erschöpft kurz vor Weihnachten.

Wir gehen in die Pause. Bis zum einschließlich 08.01.2012 sind wir im Urlaub. Erholen, ausruhen, neue Ideen sammeln. Wir sehen uns 2012 in alter Frische und mit noch mehr Energie wieder.

Ich freue mich auf Sie Alle.

Herzlichst.

Ihre Daniela A. Ben Said
Daniela A. Ben Said

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